Journey :: Back from France ::

Les Ponts Couverts, Strasbourg

Les Ponts Couverts, Strasbourg


Letzte Woche sind wir von unserer knapp 14-tägigen Urlaubsreise wieder in heimischen Gefilden eintrudelt. Wir haben eine Woche in Strasbourg und noch vier Tage in Mulhouse verbracht. Von dort aus haben wir mit dem Auto das Elsass und angrenzende Departements bereist. Wir hatten eine tolle Zeit, ganz besonders nachdem wir uns wieder an die merkwürdigen französischen Öffnungszeiten gewöhnt hatten. Ja, jeder Reiseführer erwähnt dies ausführlich, aber irgendwie ist es doch noch mal was anderers, wenn einem – mehrfach – die Tür praktisch vor der Nase zugeschlagen wird. Ich meine, ganz ehrlich, wer hätte gedacht, dass es sich bei ’19:20 h‘ ernsthaft um die Ladenschließzeit eine SEHR großen, innerstädtischen Supermarktes handelt und nicht um einen elaborierten Scherz?! Nein, bitte, diese Frage war rein rhetorisch zu verstehen. Aber das Essen in Frankreich ist immer sehr lecker und Kultur, Sehenswürdigkeiten und Landschaften des Elsass sind einfach sehens- und bereisenswert. Meine französisch Kurse haben so ganz nebenbei auch ausgezahlt. Ich habe alles gut verstanden und Konversation ging gut und recht reibungslos. Nur mit kurzen Straßenschildern und Notizen hatte ich teilweise echt ein Problem. Da fehlte mir dann wohl der Kontext oder wieso übersetzt man ‚Petite pièce S.V.P.‘ auf dem Schild eines – von mir nicht als solches erkannten – Bettlers wohl mit ‚Kleines Zimmer gesucht‘?! Nun ja, *räusper*, live and learn.

Last week we found our way back to Germany from wonderful France. We spent one week in Strasbourg and another 4 days in Mulhouse and took boths towns as a base to travel across Alsace and into neighbouring départements. We had a really great time once we got used to the peculiar opening hours of shops, restaurants and museums. I mean, every travel guide mentions the fact that lunch hours are sacred but it’s quite a different thing if you are finding the door being closed right into your face repeatedly. Yes, it happened more than once, I assure you. And who would have thought that ’19:20 h‘ could actually be the closing time for a freakingly huge supermarket in the middle of a fairly big city and not some kind of convoluted joke? No, please, this question was meant to be purely rhetorical. But food in France is always a real pleasure as are the cultural, historical and natural sights. I finally got a chance to put my french lessons into practice and found it came relatively easy. Conversation was no problem at all only short road signs and other short notices threw me for a loop a few times. Not enough context, I guess. Or why else would you translate ‚Petite pièce S.V.P.‘ on a piece of board carried by some guy as ‚Small room wanted‘?!

Robe Verte - Yarn kit from La Droguerie

Robe Verte – Yarn kit from La Droguerie

Als anständige und mehr oder weniger bekennende Wollsüchtige habe ich natürlich im Vorfeld bereits Wollquellen recherchiert und diese dann auch aufgesucht. Mit Abstand den ersten Platz in der Kategorie ‚Beeindruckend‘ nimmt dabei La Droguerie ein. Der kleine Laden in einer von Strasbourgs vielen Altstadtgassen quillt über vor lauter Näh- und Handarbeitsbedarf. So viele Knöpfe, Perlen, Schleifen, Bänder, Garne, Applikationen und was weiß ich noch alles füllen die Regale, man glaubt sich im Paradies. Ich wollte unbedingt eine kleines Souvenir mitnehmen, denn gerade die Garnpreise waren schon recht ordentlich. In einem der Anleitungsbücher habe ich dann das Modell eines hübschen Baby-Kleidchens gefungen und habe die Dame hinter dem Tresen – ja, das ist so ein ganz altmodischer Laden mit Tresen und Bedienung – nach dem Material hierfür gefragt. Anstelle des empfohlenen Erdbeerrose entschied ich mich für ein knalliges Türkis und die Dame suchte eifrig die Zutaten zusammen. Das Garn, eigentlich vom Strang kommend, wurde extra abgewogen und in der benötigten Menge auf ein Knäuel gewickelt. Gemeinsam suchten wir noch passende Knöpfe und Blüten und ich ging glücklich meiner Wege.

Außer ‚La Droguerie‘ habe ich in Strasbourg noch Phildar einen Besuch abgestattet. Deren Laden ist jedoch nicht erwähnenswert. Sie führen hauptsächlich Klamotten und haben ganz hinten, noch hinter den Umkleidekabinen ein kleines Kabuff mit Wolle und Anleitungsheften. Auch das Garn ist nicht so der Hit, da es – wie die leider die meisten französischen Garne – einen sehr hohen Acrylanteil aufweist. In Strasbourg sehr bekannt ist auch ‚Elle Tricot‘ aber der Laden war leider gerade geschlossen – langes Wochenende aufgrund eines Feiertages. In Colmar bei Bergère de France fand ich die Auswahl schon ansprechender. Garn für einen zweifarbigen Fair-Isle-Pulli in 80% Wolle/20% Alpaka fand den Weg ins Reisegepäck, ebenso wie der aktuelle Garnkatalog und das dazu gehörige Anleitungsheft.

The confessed fiberholic in me checked out places to buy yarn beforehand. ‚La Droguerie‘ in Strasbourg easily takes first place in the deepest-impression-department. ‘La Droguerie’ carries an astounding amount of hand-crafts related stuff. You can hardly imagine all the little buttons, pearls, flowers, trims, yarns and what not that fill the walls of the little shop in one of Strasbourg’s little side streets. I wanted to buy something small as a souvenier since the yarn prices were pretty hefty. In one of their pattern books I found a cute little girl’s dress and I asked for the materials to make one. Instead of the suggested strawberry color I was instantly drawn to the lively turquoise color. You have to know, that ‘La Droguerie’ comes across as old-fashioned in the sense that they acutally still have a counter, the customer asks for stuff and the shop staff goes and gets it for him. No ‘service libre’ here. The shop lady wound the exact amount of yarn needed for my chosen size from the skein into a center-pull ball, we chose some matching little flowers and buttons and happily I went my way.

Apart from ‚La Droguerie‘ I also checked out Phildar in Strasbourg, which is hardly worth mentioning, and ‚Elle Tricot‘ which was unfortunately closed because of a long weekend due to a holiday. In Colmar at Bergère de France I got enough nice 80% wool/29% alpaca yarn to maybe start a two-color Fair Isle sweater this winter and I grabbed their 2008 catalogue complete with pattern book for all the models in said catalogue.

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